Wie ist der Toaster in unsere Küche gekommen?

Der Toaster ist ein Haushaltsgerät zum Brotrösten, ganz besonders von Toastbrot. Das Wort Toaster stammt aus dem Lateinischen – abgeleitet von den Wörtern tostum und torrere, die soviel bedeuten wie trocknen und rösten. Am Anfang wurde der Toaster in Deutschland noch Brotröster genannt, erst in den 70er Jahren bürgerte sich das Verb

toasten ein, als das Wort Toaster aus dem Amerikanischen nach Deutschland kam. Der Toaster wurde somit „eingedeutscht“.

Durchbruch des Toasters durch Elektrifizierung

Das Brotrösten an sich ist schon bei den Ägyptern beliebt gewesen. Sie machten das Brot durch Feuchtigkeitsentzug – über offenem Feuer – haltbarer. Wahrscheinlich gab es viele Toaster, die nie in hohen Stückzahlen hergestellt wurden und auf die nie ein Patent angemeldet wurde. Das mag daran liegen, dass es Beginn der Elektrifizierung in den Häusern nur wenige Steckdosen gab und diese meist dafür genutzt wurden, um die Häuser mit Licht zu erhellen. Erst im Jahr 1908 wurde der Toaster, wie wir ihn kennen, patentiert und dann auch erfolgreich produziert. Der erste Toaster hatte hohe Drahtgestellkörbe, in die das Brot gesteckt wurden musste. Das Toast musste dann von Hand gewendet werden, wobei man sich sehr schnell die Finger verbrennen konnte.

Toaster haben eine lange Geschichte hinter sich.
Der Toaster in der heutigen Zeit.

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Toastbrot wurde nicht immer beidseitig gebräunt

Die Nachfolgemodelle wurden dann so konstruiert, dass die Drahtkörbe auf einer Seite offen waren. So war die Gefahr sich zu verbrennen, nicht mehr ganz so groß. Nach und nach wurde der Toaster dann weiter verbessert, nach einigen Jahren gab es dann auch die ersten Toaster, die das Brot automatisch wendeten. Auch optisch wurde der Toaster dann mit den verschiedensten Verzierungen versehen. Die meisten Toaster Arten wurden nach der Lizenz der amerikanischen Modelle produziert. Von der Erfindung des Toasters bis hin zu dem, den wir heute kennen, wurden die interessantesten Varianten erfunden, welche jedoch meist nicht in allzu hohen Stückzahlen produziert wurden. Dies ist auf die anfänglich sehr hohen Strompreise und auch die sehr hohen Anschaffungskosten für elektrische Geräte zurückzuführen.

Hoher Absatzmarkt der Toaster

Allerdings gab es anfangs auch eine sehr hohe Skepsis gegen neue technische Geräte. Somit wurde eine schnelle Verbreitung verhindert. Dies geschah ganz langsam. Die seit 1920 schnell voranschreitende Elektrifizierung in Deutschland ließ es zu, dass der Toaster in größeren Mengen hergestellt werden konnte. Außerdem konnte auch immer mehr Menschen Strom zur Verfügung gestellt werden. Nun gab es einen Absatzmarkt, der groß genug war. Es entstanden viele kleine Firmen, die Elektrogeräte produzierten. Die, die nicht während der Weltwirtschaftskrise wieder verschwanden, sattelten während des zweiten Weltkrieges auf die Produktion für Kriegszwecke um. Während dieser Zeit wurde in Deutschland so gut wie kein Haushaltsgerät mehr produziert.

Von der Rarität zum Massenprodukt

Im Jahr 1919 wurde der erste Toaster hergestellt, bei dem das Brot nicht mehr selbst gewendet werden musste. Dies war der so genannte Pop-Up-Toaster. Dieser wurde dann erstmals ab 1926 als Massenware produziert. In den 50er Jahren wurde das Gerät dann für den Haushalt ein Massenprodukt. Die Formen und das Design glichen sich an. Technische Extras und die aufwendigen Verzierungen waren nicht mehr gefragt. Weitere technische Entwicklungen, die den Toaster betreffen, betreffen insbesondere die Sicherheit sowie das Einstellen des gewünschten Bräunungsgrades. Weitere Extras sind zum Beispiel das Warmhalten, einseitiges Bräunen des Toasts, aber auch das Einbrennen von Mustern und Texten. Viele Toaster haben einen kleinen Grillrost auf der Oberseite, der zum Aufbacken von Brötchen gedacht ist.